Kreisfeuerwehrbereitschaft

Durch die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Wesermarsch erfolgt die Wahrnehmung der übergemeindlichen und überörtlichen Aufgaben und der Nachbarschaftshilfe für die Fachaufgaben Wasserförderung, Wassertransport, technische Hilfeleistung, Gefahrgut, Logistik und Personal.

Alarm- und Ausrückeordnung

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Wesermarsch wird bei Schadensereignissen für die o. a. Fachaufgaben übergemeindlich, überörtlich und im Rahmen der Nachbarschaftshilfe eingesetzt.

Für Schadensereignisse innerhalb des Landkreises Wesermarsch (übergemeindlicher Einsatz) werden die Kreisfeuerwehrbereitschaft oder auch nur einzelne Fachzüge auf Anforderung einer Gemeindefeuerwehr alarmiert.

Für Schadensereignisse außerhalb des Landkreises Wesermarsch (überörtlicher Einsatz bzw. Nachbarschaftshilfe) werden die Kreisfeuerwehrbereitschaft oder nur einzelne Fachzüge auf Anordnung des Kreisbrandmeister bzw. seiner Vertreter alarmiert.

Reale Einsätze hat die Kreisfeuerwehrbereitschaft Wesermarsch in der Vergangenheit immer wieder fahren müssen. Vor allem bei den Elbehochwassern 2002 und 2006 war die Hilfe aus der Wesermarsch notwendig. Allerdings ist die Kreisfeuerwehrbereitschaft dank der Ausbildung und der ständigen Übungspraxis nicht nur bekannt für ihre Schlagkraft. Besonders im Bereich Hochwasserschutz hat sie sich landesweit einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.

 

Üben macht den Meister

Um sich auf die meist großen Einsatzlagen vorzubereiten, übt die Kreisfeuerwehrbereitschaft Wesermarsch regelmäßig die unterschiedlichsten Szenarien. Hier ein paar Beispiele:

  • Da die Bewohner der Wesermarsch durch die Lage an Jadebusen, Nordsee und Weser mit der Bedrohung durch Sturmfluten und Hochwasser leben müssen, bereitet sich die Kreisfeuerwehrbereitschaft durch ständige Übungen auf die Aufgaben bei Sturmfluten und Deichnotständen vor – beispielsweise mit den Katastrophenschutzübungen „Poseidon“ 2005, „Orkantief Birgit“ 2006 oder „Möwenschrei“ 2009.
  • Im Landkreis liegen aber auch große Wald- und Moorflächen, die es ebenfalls zu schützen gilt. Und weil die Brandbekämpfung in Wald oder Moor gänzlich anders ist als in einem Einfamilienwohnhaus üben die Fachzüge der Kreisbereitschaft auch diese Aufgabe, wie bei der Übung „Moorexpress“ 2004, „Moorbrand“ 2007 (Wildbahn Berne) oder „Heidekraut“ 2008 (Garlstedt).
  • Auch große Industriebetriebe und Werften geben den Menschen in der Wesermarsch Arbeit. Hier bei Feuer oder Unglücksfällen Menschenleben oder Sachwerte (und damit Arbeitsplätze) zu schützen oder zu retten ist auch Aufgabe der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Beispielsweise wurde dies bei der Übung „Plumbum“ 2009 (Weser-Metall) oder aktuell bei der Übung
    „Fugro Galaxy“ auf dem gleichnamigen Schiff bei der Fassmer-Werft Berne-Motzen geübt.

Neben diesen jährlichen Groß-Übungen, bei denen die komplette Kreisfeuerwehrbereitschaft mobilisiert ist, arbeiten die einzelnen Fachzüge auch eigene Übungen im Jahresverlauf ab, um so auf ihre Fachaufgaben bestens vorbereitet zu sein.

Die einzelnen Fachzüge erfüllen innerhalb der Bereitschaft bestimmte Sonderaufgaben. Entsprechend diesen Aufgaben sind den Fachzügen notwendige Fahrzeuge und Geräte (z.B. Tanklöschfahrzeuge für Löschwasserversorgung im Pendelverkehr oder Rüstwagen für technische Hilfeleistung) aus den Ortsfeuerwehren und durch Bundes- bzw. Katastrophenschutzfahrzeuge zugeteilt. Geeitet wird die Kreisfeuerwehrbereitschaft vom Bereitschaftsführer  Hartmut Schierenstedt, der von seiner Führungsgruppe und der Nachrichtengruppe unterstützt wird. Die einzelnen Fachzüge werden von den Zugführern geleitet. Sie wiederum sind den Einheitsführern der verschiedenen Fahrzeuge vorgesetzt.